Inoffizieller Bericht zum Fronleichnahmsegeln 2007
Auch in diesem Jahr ging es mit sieben Personen am Mittwoch vor Fronleichnam Richtung Heeg (Kurs 340).
Mittwoch: Martin holt uns mit dem Vereinsbus ab, super. Dann zwei Boote übernehmen, Grill und Zelte aufbauen; für die Musik sorgen an diesem Abend andere!!!
Zeitungsbericht von Do: Heute in den frühen Morgenstunden (4:00) drohte ein deutscher Tourist einigen anderen (terroristischen) Touristen deren Musikabspielgerät ins Wasser zu werfen, wenn nicht augenblicklich R U H E ist.
Donnerstag: Etwas müde geht es Richtung Sneekermeer. Der Hafen für die Nacht liegt gleich hinter der Schleuse (Hubhöhe 0, beide Tore offen). Zum Schwimmen wird noch mal kurz raus gefahren. Gelernt haben wir dabei: Hängt jemand im Schlepp, hat man nicht genug Schwung für eine Wende, und Tonnen sind hart.
Zeitungsbericht von Fr: Zum Teil nackt badende randaliernde Touristen – vermutlich Deutsche – versuchten mit den Zähnen Fahrwassermarkierungstonnen zu zerbeißen. Dabei hatten sie nicht beachtet, dass unter der gelben Farbschicht nur bester Stahl Verwendung fand.
Freitag: Ziel ist ein Hafen nahe Rohel im Tjeukemeer.
Heute haben wir etwas über Brücken gelernt:
1.) Elektrozüge müssen über bewegliche Brücken mit Schwung rüber, weil die Oberleitung dort unterbrochen ist.
2.) An Autobahnbrücken wird die Höhe der Durchfahrt für Schiffe oft nur an einer Seite angezeigt (A7 bei Heerenveen).
Der geplante Zielhafen kann nicht erreicht werden. Nach Staken vor dem versandetem Hafen wird der Hafen bei Echten angepeilt. Der Hafenmeister trinkt ein Bier mit uns und macht einen guten Preis, sonst hätte er das angebotene Bier bezahlen müssen!
Gelernt haben wir heute: Die Oberkannte des Verklickerers ist höher als 5,55m über dem Wasser.
Zeitungsbericht von Sa: Durch maximale Belastung einer Autobahnbrücke (tiefster Durchhang) und durch die fehlende Anzeige der Durchfahrtshöhe an einer Seite der Brücke (und anscheinend höchster Stand der Springflut) erlitten zwei Segelboote einen riesigen Schaden an den kleinen Fähnchen in den Mastspitzen. Durch die hervorragenden Qualitäten der Schiffsmannschaften konnte dieser Schaden aber noch vor der nächsten Brücke behoben werden.
Samstag: Ziel ist: "Zurück nach Heeg"!
In den Kanälen knallt die Sonne, auf dem Slotermeer lassen wir es knallen (fast sogar richtig). Es wird an diesem Tag viel diskutiert. Themen: Tonnenstrich, Bikinimädels, Tonnenumrunden, über Kurshalter, rechtzeitiges und lautes Hinweisen aufs Vorfahrtsrecht,....., - Fazit: Nicht schlecht, wenn die Fock ein Fenster hat. Und es sollte weniger gequatscht werden, dafür öfter mal nach den anderen Boot gesehen werden!!!
Zeitungsbericht von So: Bei einer nicht genehmigten, aber äußerst spannenden, Regatta auf den Slotermeer kämpften zwei Segler verbissen gegeneinander. Keiner gönnte dem Anderen auch nur einen Millimeter. Nur mit einer Aufnahme einer speziellen Zeitlupenkamera konnte, bei diesen extrem hohen gefahrenen Geschwindigkeiten nachgewiesen werden, daß es nicht zu einer Berührung am Motor des protestierenden Bootes kam. Der Protest mußte später zurückgenommen werden. Der Kringel um die Wasserstraßenkreuzungstonne hätte nicht gefahren werden müssen (War ja auch das falsche Boot).
Sonntag: Nebel, kein Wind.....
Es wird beschlossen früher nach Hause zu fahren.
Dadurch wird leider auch mit einer langjährigen Tradition gebrochen: Siehe Überschrift.
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Euer Josef